Warum ich schreibe?

Vor kurzem wurde ich gefragt, warum ich mit dem Schreiben angefangen habe. Über diese Frage habe ich lange nachgedacht. Die Entscheidung mir Geschichten auszudenken, liegt schon so lange zurück, dass ich mir nicht mal mehr sicher bin, ob das Aufschreiben meiner Romanideen überhaupt eine bewusste Entscheidung war.

 

Das Geschichtenerzählen bzw. Romane schreiben liegt mir im Blut könnte man sagen. Es ist wie ein Trieb, den ich nicht abstellen kann. Ich will es auch gar nicht, denn es ist ein Teil von mir. Allerdings genügt mir diese Antwort nicht und so habe ich diesen Trieb hinterfragt.

 

Wo kommt er her?
Was treibt mich an?

 

 

In meiner Jugend habe ich viel gelesen. Zwischen meinem vierzehnten und achtzehnten Geburtstag so um die zweihundert Bücher (in meinen Augen war das damals eine Menge), die sich meist um das Thema Liebe drehten. Von meiner Familie belächelt von mir innig geliebt: Taschenbücher mit Herzschmerzgarantie und Drama.

 

Die Bücher in denen ich versank, erlaubten es mir an fremde Orte zu reisen und in Zeiten einzutauchen, die längst der Vergangenheit angehören. Sie haben mein Selbstbild in Bezug auf Familie und Loyalität essentiell mitgeprägt.

 

Wenn ich auf ein neues Buch warten musste, oder mein Taschengeld nicht ausreichte, dann habe ich mir selbst Geschichten erzählt. Nüchtern betrachtet ist Lesen in gewisser Weise eine Flucht aus dem Alltag. Ein Rückzugsort der Dich aufnimmt, Dir Trost und Schutz spendet und Dich glücklich macht.

 

Gibt es etwas schöneres als Menschen glücklich zu machen? Ich liebe es meine Mitmenschen zu beschenken. Ihnen eine Freude zu bereiten und Ihnen so zu zeigen, dass Sie mir wertvoll und wichtig sind.

 

Meine Geschichten mit der Öffentlichkeit zu teilen, verfolgt dasselbe Ziel: Dich (den/die Leser:In) glücklich machen. Dir eine gute Zeit zu bereiten. Du als Leser:In bist mir wichtig. Auf Dein Feedback freue ich mich. Es spornt mich an besser zu werden und eine neue Geschichte für Dich zu schreiben. Dein Lächeln, dein Lob, dein zufriedenes Seufzen am Ende der Story… Was gibt es Schöneres?!

 

Das sind die Gründe, warum ich schreibe.

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